Der Hamster als Haustier

Der Hamster zählt zu den beliebtesten Haustieren im Kleintierbereich. Sein putziges Äußeres und seine interessanten Verhaltensweisen machten ihn mit zu einem der beliebtesten Haustiere. Hamster gibt es bereits in vielen verschiedenen Zuchtformen. Der Goldhamster ist ein Mittelhamster und findet seinen Ursprung im europäischen und Asiatischen Raum. Zur größten Hamsterrasse zählt der auch bei uns heimische Feldhamster. Dieser erreicht fast die Größe eines Meerschweinchens.

Im Gegensatz zu Hund, Katze und Kaninchen ist der Hamster nicht domestiziert und hat bislang seine Lebensgewohnheiten kaum verändert. Diese werden noch ausführlich beschrieben. Wer sich also einen Hamster zulegt, bekommt kein „dressierbares“ Kuscheltier ins Haus. Man kann ihm weder seine Nachtaktivität abgewöhnen, noch ihn zum Streicheltier erziehen. Der Umstand, dass man quasi ein Wildtier als Haustier hat, erhebt besondere Verantwortung an uns. Es ist unsere Pflicht, seine Instinkte und sein Urverhalten zu respektieren und zu ermöglichen. Die folgenden Kapitel werden sich zunächst einmal auf die typischen Verhaltensweisen konzentrieren. Im Anschluss daran werde ich darauf eingehen, wie man diese zu Hause erreichen kann.

Das Hamsterleben in der Natur

Als nachtaktives Tier schläft der Hamster am Tage in seinem Nest. Mit einsetzen der Dämmerung beginnt das wichtigste Unterfangen des Hamsters: die Nahrungssuche. Dabei legt er sehr weite Wegstrecken zurück da sein Lebensraum die nahrungsarme Steppe ist (Syrischer Goldhamster: Trockenzonen Bulgariens, Rumäniens, Syriens, Kleinasiens ). Was nicht gleich gefressen wird, stopfte er in seine Backentaschen und bringt es in seinen Bau. Der Hamster lebt Revier bezogen und ist kein Sippen - Tier. Nur zur Paarungszeit duldet das Weibchen ein Männchen in der Nähe. Hat es seinen Dienst getan, wird es wieder verjagt. Mit einem Alter von 25 Tagen beginnt der Hamster mit dem Graben und Einrichten eines eigenen Baus. Zur Orientierung in der Umgebung dient hauptsächlich der Geruchssinn. Um den in Nachbarschaft lebenden Hamstern zu signalisieren, dass hier schon besetzt ist, markiert er mit den Flankendrüsen (Absonderung eines Sekretes) seinen Bereich. Der Revierradius beträgt übrigens ca. 500 m. Natürliche Feinde des Hamsters sind der Uhu, Roter Milan, Iltis , Hermelin und der Mensch. Eine weitere Besonderheit unseres Hamsters ist der Winterschlaf. Bei Temperaturen unter 10 Grad wird der Winterschlaf ausgelöst. Dabei sinkt die Körpertemperatur (von ca. 35 auf 10 Grad) sowie der Herzschlag des Tieres um wenig Energie zu verbrauchen.

Konstruktion eines Hamsterbaus in der Natur

Der Hamster baut sein Nest am Ende eines 2,4 m (bis max. 10 m) langen Baus unter der Erde wo er ein Lager mit natürlichen Materialien (Blätter, Moos, Halme), die er in der Umgebung findet, auspolstert. Den Bau errichtet er in der Dämmerung, meist wird auch der Bau eines Vorgängerhamsters übernommen.

Die Konstruktion eines Hamsterbaus setzt sich aus mehren möglich Eingängen /Ausgängen zusammen, die von innen verschlossen werden. Diese Tarnung ist lebensrettend.

Mehr Informationen zum Thema Hamster in freier Wildbahn: Feldhamster.de

Hamstersprache

Lautsprache

Die Lautsprache bei Hamstern verheißt meist nichts gutes und ist eher ein Zeichen von Aufregung, Misslaunigkeit, Aggression bis hin zu Krankheit, Schmerz und Angst

Das Geräusch, welches einem Niesen ähnelt (in Kombination mit hektischen herumlaufen) ist ein Zeichen von Misslaunigkeit oder Aufregung

Fauchen – Das machen Hamster meist im Gegenüber zu Artgenossen und bedeutet Abwehr und Drohung

Zähne wetzen – Auch hier drohen Hamster! Komm mir nicht zu nahe!

Kreischen – Schmerz, Angst

Andere Laute sind stets ernst zu nehmen, da sie dahinter eine Erkrankung verbergen kann. (Lungenentzündung, Herzschwäche...)

Körpersprache

Da Hamster vorwiegend Einzelgänger sind, ist ihre Körpersprache nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen Tieren (Rudeltiere). Auch bei der Körpersprache geht es bei Hamstern verstärkt um Revierverteidigung und spiegelt das Sozialverhalten des Hamsters als Einzelgänger wieder.

Männchen machen – Ich bin neugierig oder in Kampfbereitschaft. (bei Paarhaltung)

auf den Rücken legen, Gliedmaßen ausgestreckt – Kampfhaltung, Defensive, Abwehr

nervös am Boden herum schnuppern – Ich habe Hunger und suche Futter.

eingeklappte Ohren – Du störst mich ! Ich schlafe noch!

Stecken, Gähnen – Mir geht's gut. Ich bin zufrieden.

Beißen – (bezogen auf den Menschen) Du hast mich geärgert. Lass mich in Ruhe! Oder Du hast einen Duft an Dir der mich bedroht .(anderes Tier )

Hand beschnuppern – Wo ist mein Leckerli?

Verhaltensweisen richtig deuten

am Käfig knabbern

Hier haben wir festgestellt, dass der Hamster durch sein natürlich ausgeprägten Ausbruchsinstinkt versucht, frei zu kommen. Das bedeutet gleichermaßen, dass er sich in seinem Käfig nicht wohl fühlt. Hier muss also herausgefunden werden, was da nicht stimmt. Bei uns wars der zu kleine Käfig, den wir durch einen größeren ersetzten. Ab da zeigt sich das Verhalten nicht mehr.

Auch ein Indiz für das Käfigknabbern kann sein, dass der Hamster Langeweile hat und nichts mit sich anzufangen weis. Hier kann man auch schnell Abhilfe schaffen und seine Umgebung interessanter gestalten. (siehe „wie sie gerne wohnen“ und „womit sie gerne spielen“)

das Futter im Bau sammeln

Obwohl unser Hamster eigentlich sicher sein könnte, dass keine Nahrungsnot bevorsteht, steckt es in ihm drin, immer einen sicheren Teil im Nest aufzubewahren. Dieses Verhalten ist typisch und zeigt, wie viel natürliches Verhalten noch in ihm steckt.

Haus auch als Toilette benutzen

Die ist eine Maßnahme des Hamsters, unentdeckt zu bleiben. Keine Gerüche an der Oberfläche sollen verraten wo er steckt oder dass es ihn gibt, also macht er unter der Erde in seinen Bau.

buddeln

In der Natur muss er um zu überleben, graben was das Zeug hält. Ein Hamster kann sich tief in die Erde einbuddeln und ein kleveres Tunnelsystem bauen.

Passt ein Hamster in Dein Leben?



Der Hamster wird nicht wie andere Tierarten eine innige Mensch- Tier Beziehung seinerseits ermöglichen. Das hat den Vorteil, dass sehr viele ursprüngliche Verhaltensweisen erhalten geblieben sind und der Hamster einen Einblick in seine natürlichen Lebensgewohnheiten gibt.

Wer allerdings ohne die Kuschelkomponente nicht auskommen kann, sollte hier einen Hamsterkauf überdenken.

Als eine dieser ursprünglichen Verhaltensweisen ist auch zu benennen, die Nachtaktivität des Hamsters. Er schläft tagsüber und erwacht ab 20 Uhr (unterschiedlich von Tier zu Tier). Manche schlafen noch länger. Für Kinder aus dem Grund meiner Meinung nach absolut ungeeignet! Wenn das Kind zu Bett geht, steht der Hamster auf und stört mit dem Laufrad den Schlaf des Kindes. Was hat es dann von seinem Tier?



Stichpunktartige Auflistung von Entscheidungskriterien für oder gegen einen Hamster.

Ein Hamster kann auch mal zusätzliche Kosten durch den Tierarzt verursachen.

Hamster nagen beim Freilauf mal was an – sie sind eben Nagetiere.

Hamster sind sehr sportlich und kommen fast überall hin. Das kann gefährlich für sie sein. Hat man die Zeit und Geduld den Auslauf zu beobachten?

Wie sieht es mit der Urlaubsversorgung aus?

Allergietest schon gemacht?

Hamster werden nicht sehr alt ( 2.5 Jahre im Durchschnitt).

Hamster sind keine Streichel – Kuscheltiere.

Haltung

Hamster sind von ihrer Statur her eher kleinere Tiere, das bedeutet jedoch nicht, dass diese kleinen Wesen nicht viel Platz benötigen! Im Handel werden leider immer noch Hamsterkäfige verkauft, die ungeeigneter nicht sein können. Ich spreche da zum einen die Plasteröhrenkonstruktionen an (in denen die Luftzirkulation gesundheitsschädigend ist) und die kleinen „Batteriekäfige“ in denen sich ein Hamster wohl fühlen soll, der es in der Steppe gewöhnt war, kilometerlange Wege zurückzulegen. Wie auch bei den Kaninchen ist uns auch bei Hamstereinrichtungsgegenständen aufgefallen, dass es im Verhältnis viel zu kleine Häuschen gibt. Kauft man sich einen jungen Hamster, erscheinen einen die Häuser groß genug. Ist er ausgewachsen, hat er kaum Platz, sich richtig einzurichten. Gerade das Häuschen nimmt im Hamsterleben eine nicht zu unterschätzende wichtige Rolle ein.

Käfig

Die Mindestmaße: 90cm X 52cm X 62cm oder 97cm X 57cm X 45cm

Die Etagen sollten mit Holzeinlagen versehen werden, da Plastik- oder Gitteretagen nicht geeignet sind für Hamster.



Bild:www.profauna.de

Dieser Käfig „FOP“ ist nur für Mittelhamster geeignet, da der Abstand der Gitterstäbe zu groß ist.

die Maße: 102 cm x 55cm x 85cm






Grundausstattung:

1 Tränke

2 Futterschälchen (für Trockenfutter und Nassfutter) aus Keramik

Häuschen mit Hamsterwatte ausgestattet (Holz oder Ton)

diverse Unterschlupfmöglichkeiten (Holzröhren, Nester, Holzspielzeug aus dem Handel zum verkriechen)

Sandbadewanne (Tonnapf mit Chinchillasand)

Einrichtung:

Da bietet der Handel viele schöne Sachen – die Natur aber auch! Bitte keine Plastesachen kaufen. Hamster nagen an allem herum und so ein Plastesplitter kann dem Hamster gefährlich werden. Außerdem ist die Luftzirkulation in den Plastesachen ungesund und kann Lungenentzündungen (durch Luftfeuchte) hervorrufen. Ton und Holz sind hier die besten Materialien. Bei der Wahl nach der geeigneten Einrichtung sollte man sich von den natürlichen Verhaltensweisen inspirieren lassen. Sie haben gerne viel zum wühlen und verstecken.



Diesen Tunnel haben sich unsere Zwerghamster selbst gebaut




Röhren mit verschiedenen Ausgängen imitieren den natürlichen Bau nach. Wichtiges Inventar sind u.a. Naturmaterialien, diese regen die Urinstinkte an und dies führt zu Wohlbefinden. Der Hamster kann sich beschäftigen, indem er Gräser, Blätter , Moss, Rinde beschnuppert und für seinen Bau verwertet.





Terrarium

die Maße: Grundlänge 142cm, Tiefe 70 cm, Höhe vorn: 34cm / hinten47cm

Das Terrarium hat den enormen Vorteil, dass die Grundfläche recht groß ist. Die Hamster können sich nach Herzens Lust austoben und sind nicht nur auf das Laufrad angewiesen. Unser Teddyhamster hatte es fast nie genutzt. Man kann den Lebensraum mit natürlichen Elementen gestalten. Bei jedem reinigen verändern wir die Inneneinrichtung, legen frische Zweige, Moos etc. hinzu. Um das Erdreich zu simulieren, haben wir Holzbrücken aufgebaut. Vor allem Zwerghamster ziehen diese Unterschlupfmöglichkeit vor.

Das Terrarium haben wir nicht selbst gebaut. Es ist von der Firma Karli Wonderland und wir haben es bei Westfalia bestellt (ca. 500 DM). Ich schreibe das deshalb, weil viele von Euch mich deswegen schon angeschrieben haben.


Was beim Käfig - Standort / Terrarium - Standort zu bedenken ist:

Zum Thema Hamsterhaus

Hamster sammeln sich das Futter in ihren Häuschen. Manche verrichten aber auch ihr Geschäft im Haus. Bei einem zu kleinen Haus liegt dann alles übereinander und der Hamster obendrauf. Hier entsteht dann das Dilemma, denn tägliches reinigen des Häuschens mag das Hamsterlein nicht, weil dann alle heiß geliebten Sammelobjekte weggenommen werden.

Er kann sich nicht in Hamsterwatte hüllen, da der Platz ans Futter schon vergeben ist und das bequeme Austrecken ist auch nur bedingt möglich.

Hier nun drei Bilder zum Vergleich (nicht Maßstabsgetreu):

Maße: 35 X 15 cm, gut für Goldhamster, Teddyhamster und andere Mittelhamsterrassen

eignet sich nur für junge Hamster oder Zwergrassen


Dieses Haus ist für alle kleinen Tiere ungeeignet! Schlechte Belüftung, zu klein und Splitter beim benagen sind sehr gefährlich




Die Alternativen zum Häuschen:

Brücken und ausgehölte Baumstämme



Laufräder

Ein Laufrad sollte mit Bedacht ausgewählt werden. Viele Modelle sind gefährlich wegen des Schereneffektes und andere sind aus Plastik und verursachen möglicherweise fatale Verdauungesstörungen.


Beim Radkauf sollen folgende Komponenten bedacht werden:


  1. geschlossene Lauffläche (Juteband)

  2. es sollte aus Metall oder Holz sein

  3. eine Seite muss geschlossen sein und die Aufhängung des Rades sollte keinen Schereneffekt aufweisen, da dies zu Quetschungen führt.


Wer seinen Hamster in einem Terrarium oder Eigenbau von einer Grundfläche 140 x 80 hält, kann auf ein Laufrad verzichten, denn eie arttypische Beschäftigung ist es nicht. Es ist nur ein schlechter Ersatz für genügend Bewegung und Auslauf.



Bildquelle: http://www.gizmoopage.de.vu/

Negativliste Inventar

Beschäftigung gegen Eintönigkeit

Hamster haben vier Hauptbedürfnisse (neben den lebenserhaltenden Grundbedürfnissen).

Das ist schließlich genau das, womit sie ursprünglich ihre Nacht verbracht haben. Das ist bei unseren Heimtieren nicht anders. Warum das Futter immer an den gleichen Platz tun? Körner lassen sich gut verstreuen im Käfig oder Terrarium. Der Hamster wird jedes einzelne Körnchen finden und ist beschäftigt.

Da sie Ihre Wurzeln in Gebieten haben, wo Nahrung schwer zu finden war, legten sie lange Wege zurück. Diese Eigenschaft ist so ausgeprägt, dass ohne Laufrad ein Hamster sich quälen würde. Oftmals sind Verhaltensstörungen, wie Gitternagen, stereotypische Symptome die Folgen. Auslauf bei Käfigtieren muss möglich gemacht werden.

Der hoch ausgebildete Geruchssinn ist für Hamster das wichtigste Orientierungsmittel. Alles muss beschnuppert werden um es letztendlich einzuordnen (ist es Futter, ist es Nestmaterial oder ist ein Feind in der Nähe, mein Revier in Gefahr) Ein im Käfig lebendes Tier hat diese Gefahren nicht zu befürchten, alles riecht gleich (nach ihm selbst) und das kann langweilig werden. Deshalb ist es so wichtig, Material aus der Natur mitzubringen. Plötzlich schnuppert es ganz anders, ganz interessant und man kann beobachten, dass der Hamster buchstäblich erwacht.

Wenn der Hamster in der Natur meterlange Gänge gräbt, seine ganze Energie in den Bau seiner Bleibe setzt, ist es nicht verwunderlich, dass auch von diesem Instinkt alles übrig geblieben ist. Einer unserer Hamster hat sich in unserer Couch eingegraben und ein Gang gebaut. Wir sollten unserm Hamster unbedingt die Möglichkeit zum graben und buddeln geben. In einem Terrarium ist das am besten möglich. Wir legen Heu, Blätter, Stroh u.a. in eine Ecke und es dauert nicht lange, da haben sich unsere Dschungaren ein Tunnelsystem gebaut.

Will man Hamster beschäftigen, sollten die vier Bedürfnisse im Auge behalten werden. Es gibt in der Umsetzung verschiedene Möglichkeiten, das wichtigste ist die Kreativität. Es muss nicht immer ein neues Spielzeug aus dem Handel sein.



Hamsterspielzeug & Hamsterspiele

Spielsachen die (fast) nix kosten:



Düfte aus der Natur: ( bitte fernab von Verkehrsstraßen!)

Hamster spielen in dem Sinne eigentlich nicht, sondern sie erkunden ihre Umgebung mit dem natürlichen „Trieb“ der Nahrungssuche. Wir streuen zum Beispiel die Körner im Käfigboden aus, er/sie kann dann dem natürlichen Instinkt nicht wiederstehen, jedes einzelne Korn zu sichern und zu hamstern. Vor allem wenn Hamster älter werden, sie ihren Käfig schon gut kennen, ist es wichtig immer mal für positive Veränderungen im Käfig zu sorgen. Das können frische Zweige mit Blättern sein, die kreuz und quer im Käfig eingearbeitet werden.

Hamster finden es aufregend, wenn immer mal wieder neue Düfte aus der Natur in ihren Käfig kommen. Das kann ein Töpfchen mit Erde sein, Gras, Blüten (ungiftige), Moos... Beim Spaziergang durch die Natur einfach mal an Hamsti denken!

Achtung! Gesammelte Naturmaterialien dürfen nicht schimmlig sein. Sollten die Sachen noch feucht sein, legt sie in die Sonne zum trocknen!

Ernährung



Aus folgenden Komponenten setzt sich eine gesunde Hamsterernährung zusammen:



Grünfutter/ Saftfutter:

Gurke, Eisbergsalat, Chicoree, Petersilie, Basilikumblättchen, Banane, Birne, Feldsalat, Himbeere, Erdbeere, Apfel, Tomate, Weintrauben, Aprikosen, Pfirsich, Melone, Möhren, Endivie





wichtig! Eiweißfutter:

einmal wöchentlich Fleisch

Yoghurt (mit und ohne Geschmack) ist sehr beliebt

Quark

trockene (ungekochte) Eiernudeln (gut zum Zähneabwetzen)

Mehlwürmer , Heimchen



Trockenfutter



Leckerlis:



Trinken

Hamster müssen auch trinken! Hamster mögen kleine Schälchen gefüllt mit Wasser. Sie müssen dann nicht ihren Kopf hochstrecken um zu trinken, sondern können ihr Köpfchen nach unten halten und das Wasser artgerecht aufnehmen.

Diese sollten aber an einem Platz stehen, wo sie es nicht umwerfen können oder die Streu hinein scharren (eventuell auf eine Ebene).





Hamsterrezepte

1. Hamsterwein „Kamiliano“

man nehme: abgekochtes Wasser und einen Beutel Kamillentee und eine Priese Traubenzucker

2.Hamsterwein „Fenchelino“

man nehme: abgekochtes Wasser und einen Beutel Fencheltee und eine Priese Traubenzucker

3. Hamsterkinderwein „Traubelino“

man nehme: abgekochtes Wasser und eine Priese (oder etwas mehr J) Traubenzucker Prost!



Zum backen und zubereiten für besondere Anlässe oder einfach als Liebesdienst für zwischendurch

Hamsterbrot

Man braucht: eine (oder gleich 2) Scheibe(n) Brot (Mischbrot), eine Hand voll Hamster- Körnermischung, ein paar ungeschwefelte Rosinen, ein paar geknackte Nüsse und eine Tasse mit Mehl (viertel voll ) und etwas Wasser

Die Brotscheiben in die gewünschte Form schneiden.

Man mischt jetzt das Mehl mit etwas Wasser bis es eine sehr dickflüssige Masse ergibt. Nun schiebt man die Scheibe Brot in den Toaster, bitte nicht verbrennen lassen! Stelle schon mal den Backofen an (180°)! Die getoastete Brotscheibe mit der Mehlpaste schön dick bestreichen und die Körner darüber, leicht andrücken und ca. 10 min in Ofen.

Dann nochmal rausnehmen, Nüsse und Rosinen auf einer Seite mit dem „Mehlkleber“ bestreichen und auf die Körner drauf und nochmal 5 Minuten in Ofen

Wenn man vor dem Backen ein Holzstäbchen oben reinsteckt, kann man die Brote später in den Käfig aufhängen!

Nun sollte die Leckerei noch auskühlen und dann kann man es mit einem Draht an dem Käfiggitter befestigen.

Hamster als Patienten

Alles „unter“ Hund und Katze hat bei einigen Tierärzten kaum eine realistische Chance auf eine gute Behandlung. Diese Erfahrungen machte ich persönlich, aber auch viele andere die ich sprach. Viel zu oft heißt es „Einschläfern“ oder „da kann man nichts“ machen. Das ist in bestimmten Situationen vielleicht richtig, aber nicht in allen. Man kann kranke Hamster gesund pflegen – vorausgesetzt man gerät an einen Tierarzt, der den Hamster als Patient wertschätzt und nicht als „Nicht zu rettendes Kleinvieh“ abtut. Eine weitere Voraussetzung knüpft an den Hamsterhalter an, denn die Krankenpflege stellt einige Anforderungen an einen Hamsterbesitzer oder Hamsterbesitzerin. Bei einem Hamster eine Erkrankung festzustellen, bedarf schon einige Aufmerksamkeit und Erfahrungen seitens des Hamsterhalters. Dazu gehört, Hamster täglich zu beobachten und Verhaltensänderungen wahrzunehmen.



Krankmachende Haltungsfehler

Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeitsschwankungen, Durchzug

schlechte Luftzirkulation bei bestimmten Terrarien (zu kleine Glas- Terrarien, Plastik - Terrarien)

Bei diesen ungesunden Faktoren kommt es zu eine erhöhten Anfälligkeit von Atemwegserkrankungen, die sich chronifizieren können.

schlechtes Futter (verdorben, Haltbarkeitsdatum abgelaufen)

mangelnde Käfighygiene (Infektionsgefahr)

Unfälle beim Freilauf in der Wohnung

Stress durch Schlafstörungen (wecken am Tage, laute Musik, laute Umgebungsgeräusche)

Stress durch falsche Haltung: z.B. Hamster dauerhaft paarweise halten (vertragen sich nur zum Paaren)

Auch wenn Hamster nicht unsere Sprache sprechen, so gibt es doch eindeutige Merkmale wenn es sich nicht gut fühlt oder gar krank ist.

Krankheitsanzeichen




Beobachtete Veränderung

Mögliche Ursachen



Höheres Schlafbedürfnis, Aktivität lässt nach

Langeweile, Schlafmangel am Tag, Störungen des Schlafes, Krankheiten




Mehrmals täglich vor das Häuschen legen und schlafen

Typisches Anzeichen einer Erkrankung




Fressunlust, Abmagerung

falsches Futter, Zahnfehlstellung, Krankheit




Hautirritationen (Schuppen, Rötungen, Beulen, Wunden)

Wegen mangelnder Hygiene Befall von Parasiten oder Pilzen, Bissverletzung durch falsche Haltung, offene Tumore




Tränende, verklebte Augen

Bindehautentzündung, Erkältung, Lungenentzündung




Nasse rote Nase, Atemgeräusche

Infektionen, Lungenentzündungen...




Verklebungen um die Mundregion

Zahnanomalien, Backentaschenverstopfung, Abszesse der Backentaschen




Verformung des Kotes, unangenehmer Geruch

Falsche Ernährung, Infektionskrankheiten




Veränderung der Bewegungsabläufe (humpeln, lahmen)

Verletzung, Verstauchung, Bruch von Gliedmaßen












Bei Beobachtung von Symptomen oder Verhaltensweisen, die sonst nicht da sind bitte sofort zum Tierarzt. Längeres Warten ist bei einem Hamster lebensgefährlich, da ein so kleiner Organismus nicht viele Reserven hat.

Mit dem Hamster zum Tierarzt

Wenn der Hamster nun zum Tierarzt muss, dann sollte man auf Wind und Wetter achten , damit nicht noch eine Erkältung bei einem schon geschwächten Tier etc. hinzukommt. Zur Nervenberuhigung sollte man das Häuschen mit in die Transportbox tun. Bei extremer Kälte gibt man reichlich Heu oder Stroh und Hamsterwatte in die Tragebox. Zusätzlich kann man diese mit einer Decke oder einem Handtuch umwickeln.



Auf folgende Fragen des Tierarztes sollte man vorbereitet sein:

Welche Symptome wurden festgestellt?

Wann trat die Veränderung erstmalig auf?

Wie lange bestehen die Symptome /Veränderungen schön?

Wann ist es besonders schlimm?

Wie alt ist das Tier?

Wann war die letzte Erkrankung?

Da die Untersuchungsmethoden bei Hamstern beschränkt sind, ist das Tier darauf angewiesen, dass man Detailgenau beobachtet und beschreibt. Für Fehldiagnosen ist meist keine Zeit, deshalb lieber mit Zettel und Stift die Symptome notieren , damit man nichts auslässt.

Kotproben mitnehmen und untersuchen lassen bei Durchfällen



Ein Tipp zum Schluss: Es kann (leider recht oft) vorkommen, dass sie von bestimmten Tierärzten ohne kompetente Behandlung unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden. Dieser Tierarzt kann ein Spezialist für Hundemedizin sein und bei Hamstern (weil ihn das Fachgebiet im Studium nicht so interessiert hat) überhaupt keine Ahnung haben. Wer Hamster hat, sollte über Internet oder Mundpropaganda sich einen guten „Hamsterdoktor“ schon vor Krankheitsfall informieren.



Eine Bitte zum Schluss: Gebt Hamster nicht so schnell auf, auch wenn sie klein und zierlich sind, haben sie großen Lebenswillen, den sollte man respektieren. Wir haben unsere Hamster oft gesund bekommen und irgendwann nimmt die Natur eben ihren Lauf.